Anzeichen und Symptome

Viele Katzenliebhaber stellen sich bei einem auffälligem Stuhlgang ihres Lieblings folgende Frage: Was sind eigentlich die typischen Anzeichen eines Durchfalls und wie kann ich ihn sicher erkennen? Durchfall bei Katzen ist nicht in jedem Fall sofort ein Grund zur Sorge. Oft kommt und geht er sogar so schnell, dass er erst im Nachhinein bemerkt wird. In vielen Fällen ist eine unterstützende Behandlung mit Hausmitteln deshalb ausreichend. Ein leichter Durchfall ist so meist schnell in den Griff zu bekommen und der Katze geht es rasch wieder besser. Ihr Tierarzt wird Sie hinsichtlich geeigneter Schonkost gerne beraten.

Leider ist aber nicht jede Diarrhö harmlos. Gerade bei Freigängerkatzen kann er leicht längere Zeit unbemerkt bleiben. Bei reinen Stubentigern fällt er hingegen meist schnell auf. Das Katzenklo wird sehr häufig aufgesucht und manchmal finden sich bereits auf dem Weg dorthin auf dem Boden braune Spuren.

Ein Blick in das Katzenklo macht klar, dass eine Störung des Verdauungsapparates vorliegt. Die Ausscheidungen sind flüssig oder stark breiig bis wässrig. Sie können sehr übelriechend sein und eine auffällige Färbung aufweisen. Wenn Sie Blutspuren und Schleimhautfetzen im Kot entdecken, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf.

Bei der Katze selbst können der After, die Hinterbeine, sowie das angrenzende Fell mit Kot verschmiert sein. Ein entzündeter Darmausgang ist ebenfalls oft ein auffälliges Anzeichen.

Ein Durchfall entsteht meist, wenn der Körper ungeeignete Nahrungsmittel oder Giftstoffe auf schnellstem Wege ausscheiden möchte. Ein Katzendurchfall ist somit ein wichtiger Reinigungsprozess und Teil der körperlichen Selbstheilung. Ein kurzzeitiges Auftreten aus den oben genannten Gründen ist deshalb bei einem ausgewachsenen gesunden Tier bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr meist ungefährlich.

Lang anhaltende oder gar chronisch auftretende Beschwerden müssen hingegen immer tierärztlich behandelt werden. Auch bei weiteren, zusätzlich auftretenden Symptomen wie etwa eingesunkenen Augen, Fieber, Appetitlosigkeit sowie Schwäche und Antriebslosigkeit ist ein Tierarztbesuch dringend erforderlich. Dies ist wichtig, weil ein Durchfall bei Katzen auch ein Anzeichen für schwerere Erkrankungen sein kann und deshalb immer ernst genommen werden sollte.

Infektiöser Durchfall

Der infektiöse Durchfall wird durch Bakterien, dessen Toxine, oder Viren ausgelöst. Häufige Begleitsymptome sind Fieber und eine ausgeprägte Appetitlosigkeit.

Heller Durchfall

Diese Form der Diarrhö kann auf Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der vorderen und hinteren Darmabschnitte sowie der Leber hindeuten.

Dunkler Durchfall

Dunkler Durchfall ist häufig ein Symptom einer Kolitis oder einer Erkrankung des vorderen Darmabschnittes. Manchmal entsteht eine dunkle Färbung allerdings auch durch bestimmte Farbstoffe im Katzenfutter.

Blutiger Durchfall

Wenn Sie Blut im Kot Ihrer Katze entdecken, sollten Sie nicht zögern und sich umgehend von einem Tierarzt beraten lassen.

Würmer

Bei einem Wurmbefall sollten Bandwurmglieder beziehungsweise Spulwürmer in den Ausscheidungen erkennbar sein.

Wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?

Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Im Zweifel sollte immer auf Nummer sicher gegangen und medizinischer Rat vom Fachmann eingeholt werden. Die folgende Liste soll Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen.

  • Wenn es Ihrer Katze augenscheinlich schlecht geht.
  • Bei länger anhaltendem oder chronischem Durchfall.
  • Wenn sich der Allgemeinzustand Ihrer Katze drastisch verschlechtert.
  • Wenn ihr Verhalten ungewöhnlich ist oder sie deutlich krank wirkt.
  • Wenn die Katze eingesunkene beziehungsweise eingefallene Augen hat. (Schnell handeln!)
  • Wenn sich Blut im Kot des Tieres befindet.
  • Wenn die Katze nicht ausreichend trinkt, denn dann droht Austrocknung!
  • Wenn die Katze zusätzlich Fieber hat.
  • Wenn Ihr Tier zusätzlich unter Erbrechen leidet.
  • Wenn der Durchfall sehr stark und häufig auftritt.
  • Wenn durch Schonkost und eigene Behandlungsversuche innerhalb von zwei bis
    maximal drei Tagen keine Besserung des Zustandes eintritt.