Die richtige Diagnose

Bei einem länger als zwei bis maximal drei Tage anhaltendem Durchfall oder einer bereits seit einiger Zeit bestehenden chronischen Diarrhö, sollte unbedingt eine Diagnose beim Tierarzt erfolgen. Dies gilt ebenfalls, wenn der Zustand Ihres Tieres sehr schlecht ist, oder beunruhigende Anzeichen wie etwa zusätzliches Fieber oder Erbrechen auftreten.

Woran erkenne ich einen guten Tierarzt?

Häufig stellt es sich als gar nicht so einfach heraus, die richtige Praxis zu finden. Da die meisten Tiere einem Besuch beim Arzt im Allgemeinen relativ wenig abgewinnen können, ist deren Zu- oder Abneigung bei der Auswahl eines Tierarztes meist keine besonders große Hilfe. Jedoch beeinflussen das Zusammenspiel des Praxisteams, sowie der Umgang mit dem Tier und die Art der Handhabung während der Behandlung ganz besonders den “Wohlfühl-Faktor” des Patienten und seines Besitzers. Dies sind wichtige und ausschlaggebende Eindrücke, auf die Sie bei einem Tierarztbesuch unbedingt achten sollten. Die folgende Checkliste soll Ihnen beim ersten Arztbesuch behilflich sein.

  • Geht der Tierarzt liebevoll und geduldig mit meinem Tier um?
  • Ist er freundlich und beantwortet er alle meine Fragen ausführlich?
  • Zieht er auch meine eigenen Vorschläge und Vermutungen in Erwägung?
  • Nimmt er meine Sorgen ernst und hört mir aufmerksam zu?
  • Wirkt der Arzt gestresst und gehetzt, oder nimmt er sich Zeit für mich und meine Katze?
  • Erklärt der Arzt mir die Diagnose und Behandlung verständlich?

Ein guter Veterinär wird alle oben genannten Punkte problemlos erfüllen. Er wird immer zum Wohle der Katze in enger Absprache zusammen mit dem Halter handeln.

Ab wann muss ich einen Tierarzt fragen?

  • Bei chronischem oder lang anhaltendem Durchfall.
  • Bei einer drastischen Verschlechterung des Allgemeinzustandes.
  • Bei ungewöhnlichem oder krank wirkendem Verhalten.
  • Bei eingefallenen beziehungsweise eingesunkenen Augen. (schnell Handeln!)
  • Wenn Blutspuren im Kot zu finden sind.
  • Wenn die Katze trotz Durchfall nicht ausreichend trinkt. (Gefahr der Austrocknung!)
  • Bei zusätzlichem Fieber oder Erbrechen.
  • Bei sehr starken und häufigem Durchfall.
  • Wenn eigene Behandlungsversuche keine schnelle Besserung bewirken.

Welche möglichen Ursachen gibt es?

Für Durchfall bei Katzen gibt es eine ganze Reihe möglicher Auslöser. Deshalb ist es einem Laien meistens nicht möglich, dem Problem selbstständig und ohne tierärztliche Hilfe zu begegnen. Denn je nach Ursache, muss die Behandlung der Katze ganz individuell erfolgen. Ein guter Tierarzt wird Ihnen nach der ausführlichen Diagnosestellung sämtliche zur Verfügung stehenden Behandlungswege mit ihren Vor- und Nachteilen erläutern und bei Bedarf Medikamente verschreiben.

Welche Analysemöglichkeiten gibt es?

Um die genauen Gründe für Durchfall bei einer Katze zu ermitteln, stehen der Tiermedizin verschiedene mögliche Wege zu Verfügung.

  • Untersuchungen des Kots auf beispielsweise Parasiten, Viren und Bakterien.
  • Blutbild (zum Beispiel rote und weiße Blutzellen)
  • Blutchemie (zum Beispiel Leber- und Nierenwerte, Bauchspeicheldrüse)
  • Ultraschall (zum Beispiel wegen Umfangsvermehrungen)
  • Röntgenaufnahmen (zum Beispiel wegen etwaiger Fremdkörper)

In der Regel müssen aber bei Weitem nicht alle diese Untersuchungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine richtige Diagnose zu stellen.